Aktionsplan zur Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

Farben erscheinen im Licht. Es könnten Ölfarben sein. Darunter sind Blau, Grün, Orange, Gelb, Rot und weitere zu finden.

STATUS

beschlossen

Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt und Teilhabe aller Menschen und ist damit Garant für eine lebendige und funktionierende Demokratie. Ziel moderner Gleichstellungspolitik ist eine Kultur der Offenheit, der Akzeptanz und Anerkennung aller geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen.
Gleichstellung ist Teil jeder Fachpolitik und bedarf ressortübergreifender Strategien.

In der Stadt Halle (Saale) hat sich die Lebenssituation und Lebensqualität von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) überwiegend positiv entwickelt. Dazu gehören die finanzielle Förderung von Vereinen mit Fördermitteln, die Unterstützung des Christopher Street Days, die Zusammenarbeit des Arbeitskreises Queer mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Halle (Saale) u.a.m. Viele LSBTI* möchten ihre geschlechtliche und sexuelle Identität selbstverständlich offen leben, stoßen aber noch immer auf Intoleranz, Grenzen und auch Gewalt. Für jeden Menschen soll es selbstverständlich sein, sich mit der eigenen geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung positiv identifizieren zu können sowie ein diskriminierungsfreies und selbstbestimmtes Leben führen zu können. Deshalb trägt auch die Stadt Halle (Saale) in diesem Prozess Verantwortung und fördert Rahmenbedingungen und Maßnahmen, die eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und Wahrnehmung von Rechten sowie Aufklärungs-, Informations- und Beratungsangebote fördert. Gleichstellungspolitik lebt vom Mitmachen und der Unterstützung aller gesellschaftlichen Kräfte.

Der Arbeitskreis Queer Halle ist ein Netzwerk gesellschaftlich und politisch engagierter Menschen und Organisationen, das sich für die Anerkennung, Akzeptanz und Rechtsgleichheit vielfältiger geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen einsetzt. An diesen Arbeitskreis sind in den letzten Jahren spezifische Bedarfe an Unterstützung für trans- und intergeschlechtliche Menschen und ihre Angehörigen, für LSBTI*- Jugendliche und – Senior*innen sowie Geflüchteten mit LSBTI*- Hintergrund herangetragen worden. Ein Aktionsplan der Stadt Halle (Saale) sollte in Handlungsfeldern (z.B. Bildung und Aufklärung; Förderung und Unterstützung, Öffentlichkeitsarbeit und weitere Maßnahmen) die Bedürfnisse aufnehmen und mit konkreten Maßnahmen untersetzen.

Deswegen fordern wir gemeinsam mit den Stadtratsfraktionen DIE LINKE, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und SPD die Stadtverwaltung auf einen Aktionsplan zur Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in der Stadt Halle (Saale) für den Zeitraum 2022-2025 zu erarbeiten und diesen dem Stadtrat im Januar 2022 vorzulegen. Die Erarbeitung dieses Plans erfolgt in enger Abstimmung mit dem Arbeitskreis Queer Halle.

 

Der Arbeitskreis Queer Halle besteht zu diesem Zeitpunkt aus folgenden Mitwirkenden:

AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e.V.

Begnungs- und Beratungs-Zentrum “lebensart” e.V.

Dornrosa e.V.

Arbeitskreis que(e)r_einsteigen des Studierendenrates der Universität Halle

Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschland e.V.

Trans*-Gruppe (freie Initiative, Trans* Day of Visibility)

Postkult e.V.

Verein “Galgenberg 2”

Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

Projekt “Gemeinsam STARK”, LandesSportBund Sachsen-Anhalt e.V.

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage

Stadtverband DIE LINKE Halle (Saale)

Stadtverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Halle (Saale)

SPD-Stadtverband Halle (Saale)

UPDATE

Antwort der Verwaltung:

Die Stadtverwaltung empfiehlt, den Antrag anzunehmen.
 

Dr. Bernd Wiegand
Oberbürgermeister

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