Leben und Wirken von Marguerite Friedlaender würdigen

Marguerite-Friedlaender-Promenade

Zwischen den Klausbergen und der Straße Riveufer verläuft die Saalepromenade. Oberhalb liegt die Burg Giebichenstein, welche Sitz der Kunsthochschule BURG ist und lange Zeit Wirkungsort der Künstlerin und Keramikerin Marguerite Friedlaender war.

Der Vorschlag zur Umbenennung eines Teilstücks der Saalepromenade in Marguerite-Friedlaender-Promenade entstand am Rande der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Projektes FrauenOrte. Anlässlich des Jubiläums wurde die FrauenOrte-Tafel an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle erneuert und am 22. Juli 2020 enthüllt. Dieser FrauenOrt ist nach Marguerite Friedlaender benannt.

Vor 20 Jahren wurde die Kunsthochschule Burg Giebichenstein aufgrund ihrer frühzeitigen Bildungs- und Berufsmöglichkeiten für Frauen zu einem der ersten FrauenOrte in Sachsen-Anhalt erklärt. Heute ist die BURG eine der wenigen Kunsthochschulen in Deutschland, die annähernd paritätisch in der Professorenschaft besetzt ist.

Marguerite Friedlander war zwischen 1925 und 1933 als Leiterin der Keramikwerkstatt der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein tätig, bevor sie aufgrund ihrer jüdischen Abstammung emigrieren musste. Mit der Vasenserie Halle, die sie 1931 für die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) entwarf, hat Friedlaender einen Designklassiker geschaffen, der bis heute von der KPM hergestellt wird. Die Vase Halle 3 ist Teil der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Wir schlagen vor, mit der Umbenennung des am Fuße der Burg Giebichenstein gelegenen Abschnitts der Saalepromenade das Leben und Wirken der einflussreichen Keramikerin zu würdigen.