Mehr Bauspielplätze braucht die Stadt

Mehr Bauspielplätze braucht die Stadt

Bauspielplätze sind pädagogisch betreute, von Kindern selbst gestaltete und gebaute Erlebnisspielräume. Kinder können hier Buden, Aussichtstürme und Brücken bauen. Das offene und niedrigschwellige Angebot ermöglicht es Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, sich auszuprobieren und an der frischen Luft gemeinsam mit Gleichaltrigen ihre handwerklichen Fähigkeiten zu entdecken. Dies ist angesichts eines steigenden Medienkonsums und des schulischen Leistungsdrucks, dem sich immer mehr Kinder ausgesetzt fühlen, ein wichtiges Angebot für die Entwicklung von Heranwachsenden.

Im Bürgerpark Freiimfelde im halleschen Osten ist im Frühjahr 2018 der erste Bauspielplatz in unserer Stadt an den Start gegangen. Nach dem Motto „Bau dir deine Welt, wie sie dir gefällt“ ist auf dem Gelände des Bürgerparks an der Landsberger Straße ein Ort zum Selbermachen und zum selbstbestimmten Ausprobieren entstanden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Handwerk ist das ein guter Ansatz. Das Angebot wird sehr gut angenommen.

Da ein langer Anfahrtsweg besonders für Kinder ein großes Hindernis darstellt, sind als sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Angebot für Kinder und Jugendliche in Halle weitere Spielplätze mit dem Schwerpunkt Erlebnispädagogik erforderlich. In anderen deutschen Großstädten gibt es häufig mehrere Bauspielplätze z. B. 34 in Berlin, in Dresden 7.

Aus diesem Grund stellt unsere Fraktion einen Änderungsantrag zur halleschen Spielflächenkonzeption, die aktuell in den Ausschüssen beraten wird und dann vom Stadtrat beschlossen werden sollen. Damit setzen wir uns für drei weitere Bauspielplätze im Stadtgebiet ein. Als potenzielle Standorte schlagen wir die Stadtviertel Heide-Nord/Blumenau, Südliche Neustadt sowie Südstadt vor. Die Kosten für die Errichtung eines Bauspielplatzes sind vergleichsweise gering und förderfähig im Rahmen der Städtebauförderung. Ähnlich wie bei den Skateparks, soll die Betreuung der drei zusätzlichen Bauspielplätze über eine gesonderte Vereinbarung mit Trägern der Jugendhilfe geregelt werden.